Chronologische Geschichte Israels
Die Geschichte des jüdischen Staates:

Israel - geschichtlicher Überblick
Chronologische Geschichte Israels Nach der Zerstörung des selbstständigen jüdischen Staates durch die Römer im Jahre 70 n.Z. begann für das jüdische Volk die Diaspora. Die Juden wurden über Vorderasien, Nordafrika und den Mittelmehrraum zerstreut. Eine kleine jüdische Minderheit blieb jedoch immer im Land. Dieser Landstrich hieß seit 135 n.Z. "Palästina". Größere jüdische Gemeinden gab es in Jerusalem, Hebron, Safed (Zfat) und Tiberias. Einigendes Band für die Juden in der Diaspora waren über die Jahrhunderte stets der messianische Gedanke und die Idee von der Heimkehr und Wiedererrichtung eines jüdischen Staates, in dem ihnen "von Gott gegebenen Land". Die Sehnsucht nach "Zion", dem Land der Vorväter, artikuliert sich bei allen religiösen Juden seit jeher am Vorabend des Pessach-Festes in dem Wunsch: "Nächstes Jahr in Jreusalem."
Daher zogen auch immer wieder im Laufe der Geschichte einzelne Juden aus religiösen Motiven nach Palästina. Doch blieb diese Form der Einwanderung zunächst politisch bedeutungslos.
1882
Unter dem Eindruck eines großen Pogroms in Russland publiziert der Arzt und Journalist Leo Pinsker
die Schrift "Autoemanzipation ." Erste Jüdische Einwanderungswelle (Alija) 1882-1904 von 25.000 bis 30.000 Juden, vor allem aus Russland.
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1897
Unter dem Vorsitz Herzls findet in Basel der erste Zionistenkongreß statt.
Die delegierten verabschieden das "Baseler-Programm", das mit den Worten beginnt: "Der Zionismus erstrebt für
das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina."
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1904-1914
Zweite Einwanderungswelle mit 35.000-40.000 Einwanderern, ebenfalls größtenteils aus Russland.
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1916
Großbritannien und Frankreich schließen das geheime Sykes-Picot-Abkommen ab. Darin wird die Aufteilung des Nahen Ostens in Einflusszonen geregelt.
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1917
Im Namen der britischen Regierung gibt Außenminister Lord Arthur Balfour eine Erklärung zugunsten eines jüdischen "Nationalheims" in Palästina ab.
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1917/18
Großbritannien erobert Palästina und beendet damit die 400-jährige Herrschaft des Osmanischen Reichs.
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1920
Auf der Konferenz von San Remo erhält Frankreich das Mandat über Syrien und den Libanon,
Großbritannien über Palästina beiderseits des Jordans (heutiges Israel,
Jordanien und die besetzten Gebiete) Ein Jahr später wird Transjordanien, das Gebiet östlich des Jordan,
abgetrennt und von den Briten der Herrschaft von Emir Abdallah unterstellt.
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1919-1923
Die Dritte "Alija" bringt etwa 35.000 vorwiegend aus Polen und Russland stammende Juden ins Land.
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1929
Pogrom in Hebron; Die jahrhundertealte jüdische Gemeinde wird von der arabischen Bevölkerung vernichtet.
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1933
Beginn der Nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland und der damit verbundenen Judenverfolgung.
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1932-1938
In der fünften "Alija" kommen etwa 200.000 Juden, vornehmlich Flüchtlinge aus Deutschland und Mitteleuropa ins Land.
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1936-1939
Arabischer Aufstand gegen die britische Kolonialherrschaft und jüdische Besiedelung Palästinas.
Der damalige Mufti von Jerusalem, Hadj Amin el-Husseini, sympathisiert mit dem nationalsozialistischen
Deutschland und lebt sogar eine Zeit lang als Gast im nationalsozialistischen Berlin.
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1937
Eine von Lord Peel geführte Untersuchungskommission schlägt die Teilung Palästinas (bzw. des nach der Teilung 1921 verbliebenen
Gebietes westlich des Jordans) in einen jüdischen und einen arabischen Staat vor.
Ein Landkorridor von Jaffa nach Jerusalem soll unter britischer Kontrolle bleiben.
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1939
Beginn des 2.Weltkrieges. Großbritannien veröffentlicht ein "Weißbuch", das den Arabern Palästinas die Unabhängigkeit
in Aussicht stellt und die jüdische Einwanderung einschränkt. In den folgenden Jahren bringen zionistische Organisationen illegal etwa 100.000
jüdische Flüchtlinge aus Europa nach Palästina, und rettet so viele vor der Deportation in die NS-Vernichtungslager.
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1946
Ende des britischen Mandats über Transjordanien, das unter König Abdallah zum unabhängigen
Königreich Jordanien wird. König Abdallah wird 1951 in Jerusalem von arabischen Extremisten ermordet.
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1947 (29.11.)
Die Vereinten Nationen beschließen die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat
(siehe dazu auch "Staatsgründung")
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1948 (14.5.)
David Ben Gurion proklamiert in Tel Aviv den unabhängigen Staat Israel.
Das britische Mandat in Palästina endet. In den ersten vier Jahren seines Bestehens nimmt der junge Staat über 700.000 Immigranten auf.
Unter den ersten Neueinwanderern befinden sich auch etwa 600.000 orientalische Juden, die teils vertrieben, teils aus Angst vor Pogromen
ihre arabischen Heimatstaaten verlassen.
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1948 (15.5.)
Wenige Stunden nach der Unabhängigkeitserklärung schickt die Arabische Liga, die den UN-Teilungsplan ablehnt, Truppen in den Kampf gegen den soeben
gegründeten jüdischen Staat (am Krieg gegen Isarel beteiligen sich Ägypten, Libanon, Jordanien, Irak und Syrien). Im Verlauf der Kämpfe verlassen
etwa 600.000 Araber ihre Heimstätten, teils infolge arabischer Aufrufe, teils durch Vertreibung durch israelische Einheiten, teils aus Angst vor den
Kämpfen (siehe dazu auch "UN-Teilungsplan")
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1949 (21.1.)
Erste Knesset-Wahlen (Israelisches Parlament) Zwischen Februar und Juli schließt Israel Waffenstillstandsabkommen mit Ägypten, Libanon, Jordanien und Syrien ab.
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1956 (26.10.)
Als Reaktion auf die Sperrung des Golfs von Akaba für israelische Schiffe durch Ägypten besetzt Israel die Sinai-Halbinsel.
Unter Druck der USA und der UNO zieht Israel sich im März 1957 zurück. Eine UN-Truppe wird entlang der ägyptisch-israelischen
Grenze stationiert (siehe Thema "Sinai-Krieg")
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1958/59
In Kuwait gründen Palästinenser (unter ihnen auch Yassir Arafat) die Bewegung zur Befreiung Palästinas (Fatah)
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1964 (28.5-2.6.)
Während der Tagung des Ersten Palästinensischen Nationalkongresses wird die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) gegründet.
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1967 (5.6.)
Beginn des Sechs-Tage-Krieges. Nachdem Ägypten, Syrien, Irak, Jordanien und Saudi-Arabien im Mai 1967 ihre Armeen in Richtung Israel in Bewegung setzten,
zieht die UN ihre "Friedenstruppe" aus dem Sinai ab. Ägyptens Präsident Nasser erklärt öffentlich: "Unser Ziel ist die
Zerstörung Israels." Israel holt zu einem Präventivschlag aus und erobert die Sinai-Halbinsel und Gaza von Ägypten, das Westjordanland samt
Ost-Jerusalem von Jordanien und die Golan-Höhen von Syrien (siehe "Sechs-Tage-Krieg")
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1973 (6.10.)
Beginn des Jom-Kippur-Krieges. Ägypten und Syrien greifen Israel am "Versöhnungstag" an ( Jom-Kippur = hebräisch "Versöhnungstag",
höchster jüdischer Feiertag) Jordanien hält sich zurück. Völlig überrascht, gelingt es Israel nur mit Mühe den Angriff
aufzuhalten. Am 24. Oktober wird ein Waffenstillstand geschlossen (siehe Thema "Jom-Kippur-Krieg")
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1977 (19. und 20.11.)
Besuch des ägyptischen Präsidenten Anwar as-Sadat in Israel " dies gilt als entscheidendes Ereignis für den Abschluss des
Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten. Vor der Knesset (Israelisches Parlament) hält er eine historische Rede:
"No more wars!"
Die israelische Bevölkerung zeigt sich tief beeindruckt vom Verhalten Sadats und Ministerpräsident Begin gerät unter Zugzwang.
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1978
Fast fünf Jahre nach Ende des Jom-Kippur-Krieges unterzeichen Ägypten und Israel das Abkommen von Camp David. Es sieht den vollständigen Abzug Israels von
der Sinai-Halbinsel vor, sowie eine Autonomieregelung für das besetzte Westjordanland und Gaza. Beide Staaten halten das Abkommen ein,
von den Palästinensern wird es allerdings boykottiert.
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1979 (26.3.)
In Washington unterzeichnet Ägypten als erstes arabisches Land einen Friedensvertrag mit Israel. Ägypten wurde daraufhin von der arabischen Liga ausgeschlossen
(erst 1987 wurde es wieder aufgenommen).
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1981
Am 6.10. wird Präsident Anwar as-Sadat während einer Militärparade von Mitgliedern der extremistischen "Muslimbruderschaft" ermordet.
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1982
Israelische Streitkräfte marschieren am 6.6. im Libanon ein und stoßen bis an die Außenbezirke Beiruts vor, um die von dort aus gegen israelische
Ziele operierende PLO zu bekämpfen. Die PLO wird gezwungen Beirut und den Libanon in Richtung Tunis zu verlassen. Am 16.9. massakrieren christlich-libanesische
Phalangisten Hunderte palästinensischer Flüchtlinge in den Lagern Sabra und Schatilla, ohne das die israelische Armee interveniert.
Der damalige Verteidigungsminister, General Ariel Sharon, muss deshalb zurücktreten, das Ganze wird in Israel untersucht. Am 25.9. findet in Tel Aviv
die größte Anti-Kriegsdemonstration in der Geschichte des Landes statt. Über 400.000 Menschen nehmen an dieser Demonstration teil
(damals etwa 10% der israelischen Bevölkerung)
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1984
In der geheimen "Operation Moses" werden 8000 äthiopische Juden (Beta Israel) durch eine Luftbrücke nach Israel evakuiert.
Die israelische Luftwaffe nutzt dabei mit Erlaubnis des Sudans ein Flugfeld im Süden des Landes. Nach bekannt werden der Operation kommt es zu heftigen
Protesten arabischer Staaten. Unter Druck geraten, verbietet die sudanesische Regierung jede weitere Nutzung des Flugfeldes durch Israel.
Etwa 20.000 äthiopische Juden bleiben in dem afrikanischen Land, in dem sie blutig verfolgt werden.
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1985
Die letzten israelischen Soldaten verlassen den Libanon. Nur eine "Sicherheitszone" entlang der israelisch-libanesischen Grenze bleibt unter
israelischer Kontrolle.
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1987
Beginn des Massenaufstandes palästinensischer Jugendlicher (Intifadah) gegen die israelische Besatzung.
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1988
Am 15.Dezember proklamiert die PLO auf dem XIX. Nationalkongress in Tunis den Staat Palästina.
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1989
In der Sowjetunion ermöglicht die Reformpolitik Michail Gorbatschows die Öffnung der Grenzen. Beginn der Masseneinwanderung nach Israel.
Im Laufe der folgenden 10 Jahre wandern mehr als 800.000 sowjetische Juden mit ihren Familien ein.
Israels hat zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als 4,5 Millionen Einwohner.
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1991
Am 17.1 beginnt die internationale "Operation Wüstensturm" (Golfkrieg) als Folge der irakischen Invasion Kuwaits. Bis zum 28. Februar schlagen
39 irakische Scud-Raketen unter dem Jubel der palästinensischen Bevölkerung in Israel ein. 120 Israelis kommen ums Leben, die meisten von ihnen
durch Herzversagen und Angst. Zum ersten mal in seiner Geschichte schlägt Israel militärisch nicht zurück.
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1991
Während in Tel Aviv irakische Raketen einschlagen, werden durch die "Operation Shlomo" in nur 36 Stunden mehr als 14.000 bedrohte äthiopische
Juden nach Israel ausgeflogen.
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1991
In Madrid beginnt unter der Schirmherrschaft der USA und der UdSSR die Nahostkonferenz. Daran nehmen alle am Konflikt beteiligten Parteien teil, so auch Palästinenser die als Teil der jordanische Delegation dabei sind.
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1993 (13.11.)
In Washington unterzeichnen Israel und die PLO das Abkommen von Oslo. Es beinhaltet die stufenweise Einführung der Autonomie in den Gebieten (Westjordanland und Gaza) Im Sommer 1994 ziehen Arafat und die PLO von Tunis nach Gaza um.
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1995
Am 4.11. wird der israelische Ministerpräsident Jitzhak Rabin nach einer Friedenskundgebung in Tel Aviv von einem rechtsextremen jüdischen Fanatiker ermordet.
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1996
Benjamin Netanjahu wird mit knapper Mehrheit (50,4%) zum neuen Ministerpräsidenten Israels gewählt. Der Wahlkampf wird von einem beispiellosen
Bombenterror palästinensischer Fanatiker in israelischen Städten überschattet.
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1997
Netanyahu übergibt " im Rahmen des "Hebron Abkommens" 90% Prozent von Hebron, der "Stadt der Väter" an die PA
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2000
Die IDF (Israeli Defence Force) zieht sich komplett aus dem Libanon zurück. Auf Palästinensischer Seite wird dies als Schwäche des israelischen Staates ausgelegt " der "Unbesiegbare" kann durch Terror zermürbt und zur Aufgabe gezwungen werden, ist bei einigen Gruppen die Schlussfolgerung.
Im Juli 2000 findet die Camp David Konferenz statt, auf der Barak 98% des Territoriums der Westbank und Gazas (für den Rest könne über Gebietsaustausch verhandelt werden) anbietet, des Weiteren einen "Deal" bzgl. der Jerusalems, die Rückkehr einer symbolischen Anzahl von Flüchtlingen und wirtschaftliche Beziehungen zwischen Israel und dem zukünftigen palästinensischen Staat. Er fordert aber, dass es dafür nach Abschluss der Verhandlungen keine weiteren Forderungen von Seiten Arafats geben dürfe. Arafat lehnt ab.
Im September/Oktober 2000 beginnt die "Zweite Intifadah".
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2001
Ergebnislose Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern in Taba. Barak tritt zurück.
Im Februar wird Ariel Sharon zum israelischen Ministerpräsidenten gewählt.
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2004
Die Regierung Sharon beschließt einen einseitigen Rückzug aus Gaza.
Im November stirbt Yassir Arafat.
Israels Regierung signalisiert Interesse an Verhandlungen mit einer neuen, gemäßigten Palästinenserführung.
Premierminister Sharon will den Abzug aus Gaza mit den Palästinensern koordinieren.
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2005
Mahmoud Abbas wird am 9. Januar zum neuen palästinensischen Präsidenten und Nachfolger Yassir Arafats gewählt.
Im Sommer 2005 beginnt findet der Rückzug aus dem Gaza-Streifen statt, für den sich die Regierung Sharon seit 2004 einsetzt und aufgrund dessen es zu einer Neubildung der israelischen Regierung und einer Koalition von Likud und Arbeiterpartei gekommen war. In Teilen des Likud regt sich Widerstand gegen Sharon wegen dessen Rückzugsplans.
Im November wird Shimon Peres nicht mehr als Vorsitzender der Arbeiterpartei wiedergewählt. Stattdessen erhält Amir Perez dieses Amt. Perez kündigt den Austritt der Arbeiterpartei aus der Koalition mit dem Likud an. Daraufhin werden Neuwahlen angesetzt. Ariel Sharon tritt aus dem Likud, dessen Vorsitzender er bislang war, aus, und gründet eine neue Partei, "Kadima" (Vorwärts), mit welcher er bei den Wahlen im März 2006 antreten möchte. Shimon Peres kündigt an, aus der Arbeiterpartei, der er Jahrzehnte angehörte, auszutreten und stattdessen Sharon und dessen neue Partei zu untersützen.
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2006
Ariel Sharon erleidet, nach einem ersten Schlaganfall im Demzember 2005, einen weiteren und liegt im Koma. Ehud Olmert übernimmt die Führung von Kadima und gewinnt die Parlamentswahlen im März.
Trotz des Rückzugs Israels aus Gaza im Jahr 2005 nimmt der Beschuss israelischer Siedlungen durch Kassam-Raketen aus Gaza nicht ab, sondern eher zu, wodurch Israel sich zu Gegenreaktionen gewzungen sieht.
Durch verstärtkten Beschuss der Hizbollah aus dem Libanon, welcher im Sommer 2006 seinen Höhepunkt erreicht sieht sich die israelische Armee zu entschiedenem Vorgehen gezwungen.
In den Palätinensischen Gebieten verstärkt sich die Gewalt zwischen Fatah und Hamas.
Im Dezember 2006, nach Wochen starker Krawalle, kündigt Präsident Abbas Neuwahlen an, um die Gewalt zu beenden
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Quellen:
www.nahostfocus.de
""Foreign Policy of Israel", Hebrew University Jerusalem
Mythen und Tatsachen